i Akne, Pickel und Mitesser

Pickel loswerden – so geht’s

Du möchtest Deine Pickel behandeln bzw. Deine Pickel entfernen – und zwar so schnell wie möglich? Dann gibt es einige Tipps und Kniffe, die Du besser beachten solltest. Sei aber gewarnt: Über Nacht wirst Du Deinen Pickel nicht loswerden, egal, wie sehr er gerade mitten auf der Nase stört. Das einzige, was dann noch hilft, ist das Abdecken. Aber auch, wie das geht, zeigen wir Dir in diesem Beitrag. Ansonsten ist das Loswerden einzelner Pickel eine längerfristige Angelegenheit, die auf verschiedenen Säulen beruht: guter Hautpflege, gute Ernährung und einige Hausmittel, mit denen man einzelne Pickeln gut behandeln bzw. diesen vorbeugen kann. Damit solltest Du normalerweise Deine Pickel gut in den Griff bekommen!

Was sind Pickel?

Pickel im GesichtPickel sind eine Art Warnzeichen unserer Haut. Sie sagt uns damit, dass sie sich nicht wohl „in ihrer Haut“ fühlt – ein unschönes Hautbild ist meist ein Indikator für andere Störungen. Das können physische sein (z.B. Hormonstörungen) oder psychische (Stress). Auch Mangelerscheinungen, die durch falsche Ernährung auftreten, können sich in Pickeln äußern.

Konkret sind Pickel verstopfte Poren. Die Talgdrüsen produzieren zu viel Talg; gleichzeitig kommt es zu einer Verhornungsstörung, Hautschüppchen und anderes „Material“ verstopft die Ausgänge, so dass der Talg nicht abfließen kann. Der Talg dehnt sich nach innen aus, „unterirdische Pickel“, wie sie im Volksmund genannt werden, entstehen. Dabei kann es, wenn Bakterien hineindringen, auch zu einer Entzündung kommen. Dringt der Eiter dann nach oben, entstehen die charakteristischen „weißen Pickel, bei denen oben auf den sichtlich geröteten Pickeln weiße Eiterpfröpfe erkennbar werden.

Dringen Bakterien, Talg und Eiter in tiefere Hautschichten, kommt es leicht zu Abszessen und Furunkeln kommen. Da wird ein Pickel wirklich gefährlich: Im schlimmsten Falle droht hier eine Sepsis oder – je nach Lage des Pickels – eine Hirnhautentzündung, bei Pickeln im Ohr ein Hörverlust und vieles mehr. Sobald ein Pickel sich hart anfühlt, die Hautpartie stark gerötet ist und sich unter Umständen sogar warm anfühlt, heißt es daher: Ab zum Arzt!

Wo können Pickel entstehen?

Leider so gut wie überall. Die folgende Liste zeigt auf, wo Pickel am häufigsten auftauchen:

Wenn eine Akne im strengen Sinne ausgeschlossen werden kann – wenn Du also nur einzelne Pickel hast – können diese verschiedene Ursachen haben. Du möchtest mehr über Akne wissen? Dann entscheide Dich jetzt für unser E-Book mit allen wichtige Tipps und Infos rund um Akne, Pickel und Mitesser.

Pickel am Hoden

Welche Ursachen für die Pickel in Frage kommen, hängt auch davon ab, wo genau sich die Pickel befinden. Pickel am Hoden sind beispielsweise ganz natürlich und verschwinden sogar oft von selbst wieder. Wichtig ist hier natürlich – wie auch beim Intimbereich generell – die Hygiene. Zudem solltest Du in jedem Fall auf Synthetikstoffe bei der Unterwäsche und der Hose verzichten. Diese sind nicht besonders atmungsaktiv. Dadurch kommt es zu Staunässe, wenn Du schwitzt – ein idealer Nährboden für Bakterien.

Pickel am Po

Dasselbe gilt auch für Pickel am Po. Generell gilt dabei: Wenn Du spürst, dass der Pickel sehr hart ist, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein Furunkel – und Du solltest damit, wie schon erwähnt, besser schnellstmöglich zum Arzt gehen. Furunkel am Po sind ausgesprochen häufig. Ausgelöst werden sie vor allem durch scheuernde Kleidung oder zu enge Kleidung im Allgemein, da dann die Haut zum einen schlechter Atmen kann, zum anderen auch immer wieder gequetscht wird.

Pickel am Po und im Intimbereich können aber auch in der Folge einer Rasur auftreten. Dieses Krankheitsbild nennt man dann Follikutitis. Das bedeutet, dass die Haarfollikel entzünden. Das passiert besonders leicht, wenn Du gegen den „Strich“, also gegen die Wuchsrichtung Deiner Haare, rasierst. Männer bekommen diese Form der Pickel oft auch im Gesicht nach einer Rasur. Ein desinfizierendes Rasierwasser kann helfen, die Infektionen der Haarfollikel zu vermeiden.

Pickel im Ohr

Pickel im Ohr sind nicht nur einfach unangenehm – liegen sie tief im Gehörgang und entzünden sich, kann dies unabsehbare Folgeschäden auf Dein Gehör haben. Mit Pickeln im Ohr ist also nicht zu spaßen – Du solltest unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen, sobald Du merkst, dass Du einen entzündeten Pickel tiefer im Ohr hast, der nicht von selbst verschwindet.

Pickel im Ohr entstehen übrigens, wie überall, hauptsächlich durch Bakterien. Diese dringen in Dein Ohr, wenn Du Dir beispielsweise mit ungewaschenen Fingern im Ohr herumpulst – oder In-Ear-Plugs verwendest!

Pickeln beseitigen: So geht‘s

Die meisten Pickel lassen sich wie Frühstadien der Akne am besten durch gute Pflege, gesunde Ernährung und einfach Hausmittel bekämpfen. Sind die Pickel besonders hart und ausdauernd, kann beispielsweise Kampfersalbe helfen. Diese weicht die Haut über dem Eiter- oder Talgpfropfen auf und erleichtert so das Abheilen. Weitere Mittel, die auch gegen Akne empfohlen werden, sind etwa Zinksalbe oder Zinktabletten gegen Pickel oder Teebaumöl als Anti-Pickel-Mittel.

Natürlich kommen auch Medikamente als Mittel gegen Pickel in Frage. Du kannst also theoretisch auch zu Aknemitteln wie Anti-Pickel-Cremes und Ähnlichem greifen. Allerdings solltest Du dabei immer vorsichtig sein und Dir gut überlegen, ob der Einsatz von „harten“ Chemikalien wirklich sein muss. Schlussendlich kurieren alle diese Salben und Medikamente vorwiegend am Symptom.

Über Nacht verschwindet darum aber auch kein Pickel. Das bedeutet, wenn Du einen Pickel, den Du eh schon hast, loswerden willst, kannst Du ihn lieber vorsichtig abdecken, wenn er Dich optisch stört, und ihn dann mit sanfteren Methoden beseitigen. Aknemittel sollten schwereren Fällen vorbehalten bleiben! Du möchtest mehr darüber wissen, was Du alles gegen Pickel unternehmen kannst? Dann lies unser Buch über Akne – hier geht’s zum Download!

Pickeln vorbeugen – Tipps aus dem Alltag

Um Pickeln vorzubeugen, kannst Du einfach allen Tipps folgen, die auch für Akne gelten:

Eine gute Reinigungsroutine bedeutet vor allem: Nicht schrubben. Wenn Du zu viel an Deiner Haut herumschrubbst oder aggressive Reiniger verwendest, trocknest Du Deine Haut aus – das gibt das Signal an die Talgdrüsen, noch mehr Talg zu produzieren, um die Trockenheit auszugleichen. So steckst Du schnell in einem Teufelskreis, bei dem sich Dein Hautbild stetig verschlimmert statt verbessert.

Verwende also ausschließlich sanfte Reiniger und stelle Dir eine Routine zusammen. Bei der Ernährung gilt: Auf Zucker und ungesunde Fette verzichten – stattdessen reichlich Gemüse, Vollkorn, Eier und gesunde Fette. Zudem solltest Du überprüfen, ob Deine Pickel vielleicht von einer Lebensmittelunverträglichkeit herrühren. Dazu kannst Du beim Arzt einfach einen Test machen lassen.

Auch sportliche Aktivität ist förderlich für ein gutes Hautbild. Nicht nur, weil Du so natürlich dazu beiträgst, dass die Haut Giftstoffe ausschwitzt, sondern auch, weil Du so Stress abbauen kannst. Und nicht selten ist Stress (mit-)verantwortlich, wenn wir Pickel bekommen!

Notfallplan: Pickel abdecken

Wohl jeder kennt dieses Drama. Just am nächsten Tag ist die Party, der Theaterbesuch, das Date oder das Vorstellungsgespräch – kurz: Ein Tag, an dem man einfach perfekt aussehen möchte. Und passend dazu ziert die Nase oder Stirn ein riesiger Pickel.

Entspann‘ Dich. Das ist zwar nicht schön – aber mit nichts in der Welt kannst Du den Pickel in so kurzer Zeit verschwinden machen. Hier tritt der Notfallplan in Aktion: Pickel abdecken. Frauen haben es hier leichter: ein Concealer im Hautton, ein wenig Puder drüber und über’s ganze Gesicht, und schon ist der Makel meist recht erfolgreich kaschiert.

Für Männer ist das etwas schwieriger. Im Zweifel ist unsere Gesellschaft leider immer noch so, dass wir eher einen Mann mit Pickel akzeptieren als einen, der Make-Up verwendet um ihn abzudecken. So traurig es ist! Da musst Du also als Mann schon sehr geschickt im Umgang mit Concealer sein, dass man diesen wirklich eigentlich nicht bemerkt.

Pickelmale entfernen – Was hilft gegen Pickelmale?

Zu guter Letzt: Der Pickel ist abgeheilt, aber es ist eine hässliche Narbe zurückgeblieben. Was nun? Der kleine Trost: Wenn Du nur einzelne solche Narben hast, verblassen die Pickelmale meist von selbst, weil sich die Haut kontinuierlich abschält. Wenn Du aber sehr tiefe Narben hast oder auch sehr viele, dann kann sich eine Behandlung lohnen. Empfehlenswert können ein Säure-Peeling oder eine Lasertherapie sein – eigentlich führt man dies aber nur dann durch, wenn bei Aknepatienten großflächig Pickelnarben entstanden sind. Aber falls Du einzelne solcher Narben hast, die Dich sehr stören, ist natürlich auch das eine Option!

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